Die folgenden Systemvoraussetzungen müssen erfüllt sein, um OCT in der Version 5.7.x auf einem eigenen Server zu installieren.
Aufgrund der großen Bandbreite von Anwendungsfällen, haben wir diese in mehrere Gruppen gegliedert.

  • S – Standardvoraussetzungen

  • D – Zusatzpaket Datenintegration, falls Daten aus Vorsystemen importiert werden sollen

  • E – Zusatzpaket Excel-Reporting, falls Auswertung per Excel-AddIn / -Pivot durch Saxess erstellt werden soll

  • I – Zusatzpaket für https-Betrieb im Intranet

  • W – Zusatzpaket für https-Betrieb mit Internetöffnung

  • P – Zusatzpaket Projektumsetzung, falls wir längere Zeit auf Ihrem Server arbeiten sollen


“S” - Standardvoraussetzungen für jede Installation

Das “+” steht in den folgenden Fällen für den Ausdruck “ab dieser Version oder höher”.

S1 - Applikationsserver Win 2012+

Bei 25 Usern: 8 GB RAM / 20 GB HDD

  • .NET Core SDK
    https://dotnet.microsoft.com/download/dotnet/thank-you/sdk-3.1.412-windows-x64-installer
    (schon vorhanden ? → Prüfung per cmd Abfrage über dotnet –info) / noch nicht .NET 5.0.x verwenden)

  • SQL Server Managementstudio 18.x ist installiert

  • Port 80 ist für den Betrieb einer Webapplikation ist frei, oder ein anderer Port wird dafür benannt (z.B. 5000)

  • Port 80 (bzw. der alternativ gewählte) ist als eingehenden Port auf dem Applikationsserver freigeschaltet (wird im Intranet sonst von Windows Firewall im Standard blockiert)

  • Falls HTTPS genutzt werden soll → siehe Zusatzpaket I

Der Applikationsserver kann dieselbe Maschine wie der gleich folgende Datenbankserver sein.


S2 - Datenbankserver MSSQL 2016 SP1+

Bei 25 Usern: 16 GB RAM / 50 GB HDD SSD / 500 GB Backup

  • bei SQL Server 2016 ist mindestens Service Pack 1 installiert (sonst können ColumnStore Indexes nicht aktiviert werden)
    (Prüfung in SSMS mit “SELECT @@Version” )

  • TCP-IP Protokoll ist aktiviert und Ports (im Standard 1433 TCP und 1434 UDP für Serverbrowser) für Verbindung vom Applikationsserver aus in der Windows Firewall geöffnet

  • SQL Server Managementstudio 18.x ist installiert

Bei kleineren Installationen kann ein SQL Server Express genutzt werden. Es kann auch ein vorhandener zentraler SQL-Server genutzt werden.


S3 - Webbrowser

  • Chrome, Firefox oder Edge sind in aktueller Version auf Applikationsserver, Datenbankserver und allen Clients vorhanden.

Internet Explorer, Safari und andere Browser werden nicht unterstützt.


S4 - Benutzer und Gruppen

  • ein Dienstkonto „Domäne\OCTService“ sollte vorhanden sein - unter diesem Konto läuft der OCT Service

    • Standard-Domänenbenutzer (kein Admin).

    • Das Passwort läuft nie ab.

    • Das Passwort muss nicht bei erster Anmeldung geändert werden.

    • Falls kein Domänenkonto hierfür angelegt werden soll, kann ein lokales Konto „OCTService“ auf dem Applikationsserver angelegt werden (Achtung - ein lokales Konto kann Benutzer per WinAuth aber nur authentifizieren, falls der Domänencontroller nicht durch GPOs restriktiv konfiguriert ist).

  • Domänenbenutzer „Domäne\Saxess“ ist angelegt – optional, mit diesem Konto arbeiten Saxess Mitarbeiter

    • Ist für längerfristige Projektumsetzungen empfohlen, alternativ kann Saxess mit beliebigem Admin Account arbeiten.

    • Lokale Administratorrechte auf Applikationsserver.

    • “sysadmin” Rechte auf DB Server (idealerweise, sonst Backup/Restore und SQL-Agent nicht möglich, mindestens dbowner für die OCT-Datenbank).

    • Das Passwort läuft nie ab.

  • Besonderheit bei DATEV on-premises Installationen – das Dienstkonto OCTService muss als DATEV Benutzer in der Benutzer- und Rechteverwaltung von DATEV berechtigt werden. Alternativ kann der Dienst mit einem Windows Account eines DATEV Benutzers installiert werden.

Die Konten-/Gruppennamen sind logische Namen und können beliebig gewählt werden.


S5 - Internetzugang

Auf dem Applikationsserver wird Internetzugang benötigt für…

  • …Programmupdates.

  • …den Zugriff auf Musterlösungen.

  • …das Monitoring.

Zumindest der Zugriff auf folgende URLs muss möglich sein:


“D” - Zusatzpakete Datenintegration

OCT erlaubt den Import aus ERP-Systemen oder anderen Datenbanken.

D1 - Rechtezuweisung für ERP-Zugriffe

OCT liest täglich Daten aus Vorsystemen und erzeugt daraus Strukturen und Auswertungsdaten.

  • Die Benutzer „Domäne\saxess“ (für Design und Prüfung per SSMS) und „Domäne\OCTService“ (für laufenden Betrieb) benötigen Leserechte auf den Datenbanken, aus welchen Daten importiert werden sollen.

  • SQL Server-Browserdienst des SQL Servers mit Vorsystemdatenbanken ist gestartet.

Alternativ SQL-Benutzer mit Username / PW für den Zugriff auf die Vorsystemdatenbanken. Das Zusatzpaket Datenintegration nutzt bei manchen Konnektoren Java. Es ist aber keine Java Installation auf dem Server erforderlich – die benötigte Java Version ist im Programm enthalten.


“E” - Zusatzpakete Excel-Reporting

OCT erlaubt den Zugriff auf die Datenbank mit Hilfe von Excel über Pivotabfragen (kein Add-In benötigt) und über das Excel Add-In MatrixConnector. Auf dem Applikationsserver muss Excel installiert sein, damit Mappen entworfen und getestet werden können.


E1 - Excel 2013+

Verfügbar auf Clients und Applikationsserver

  • Version sollte Power Pivot und Power Query unterstützen

Power Query/Power Pivot müssen in manchen älteren Excel Versionen als Add In zusätzlich installiert werden.


E2 - Excel Add-In "MatrixConnector"
  • Installation von Excel-Add-Ins ist nicht blockiert.


E3 - Netzwerkfreigabe
  • Um Reportingdokumente etc. zwischen Anwendern und Saxess auszutauschen, muss ein Freigabeordner eingerichtet sein.


E4 - Benutzer und Gruppen

Active Directory-Gruppe „OCTUser“ ist angelegt.

  • Nur falls direkte (Pivot)Abfragen aus Excel genutzt werden sollen. MatrixConnector benötigt keine Gruppe.

  • Mitglieder sind alle User, die Reports benutzen sollen, welche direkt aus der OCT-Datenbank abgerufen werden (z.B. Excel Pivot-Berichte)

Die AD-Gruppe erlaubt nur das Login, die fachlichen Rechte werden intern definiert.


“I” - Zusatzpaket für https-Betrieb im Intranet

OCT kann mit https Verschlüsselung installiert werden - im Intranet Betrieb kann hierfür ein selbst erstelltes SSL Zertifikat genutzt werden.


I1 - SSL-Zertifikat
  • Selbst erstelltes SSL-Zertifikat im lokalen Computerzertifikatsspeicher liegt vor.

  • Vertrauenswürdigkeit des selbst erstellten Zertifikats über Domänencontroller liegt vor (in vertrauenswürdige Root Zertifikate kopieren).

  • Port 443 für den Betrieb einer Webapplikation ist als frei bestätigt oder ein anderer Port ist vorgegeben.

Eine https-Umgebung erfordert regelmäßige Folgearbeiten, da das Zertifikat periodisch getauscht werden muss (4 Wochen – 2 Jahre Laufzeit sind üblich). Es liegt in der Verantwortung der Kunden-IT, diese Termine zu überwachen und rechtzeitig vorab (ca. 2 Wochen) bei Saxess einen Zertifikatstausch zu beauftragen. Saxess stellt ggf. Musterskripte für den automatisierten Zertifikatstausch per Powershell bereit, deren Konfiguration und Betrieb ist jedoch Aufgabe der Kunden-IT.


“W” - Zusatzpaket für https-Betrieb mit Internetöffnung

OCT kann mit https-Protokoll statt http betrieben werden, um für externen Zugriff via Internet geöffnet zu werden. Dies wird nur Unternehmen mit proaktiver IT empfohlen, welche bereits solche Systeme betreibt. Alternativ können Sie das System auf Azure als Platform-as-a-Service (PaaS) nutzen oder Ihre Azure Subscription bereitstellen/verteilen.

Bitte beachten Sie die hier anfallende gesonderte Berechnung wegen hohem Kommunikationsaufwand.


W1 - SSL-Zertifikat
  • Gültiges SSL-Zertifikat von externer Zertifizierungsstelle im lokalen Computerzertifikatsspeicher

Eine https-Umgebung erfordert regelmäßige Folgearbeiten, da das Zertifikat periodisch getauscht werden muss (4 Wochen – 2 Jahre Laufzeit sind üblich). Es liegt in der Verantwortung der Kunden-IT, diese Termine zu überwachen und rechtzeitig vorab (ca. 2 Wochen) bei Saxess einen Zertifikatstausch zu beauftragen. Saxess stellt ggf. Musterskripte für den automatisierten Zertifikatstausch per Powershell bereit, deren Konfiguration und Betrieb ist jedoch Aufgabe der Kunden-IT.


W2 - Firewallkonfiguration
  • Weiterleitung von öffentlicher IP auf IP des Applikationsserver definieren.


W3 - Vulnerability Scans
  • Scans auf Systemschwachstellen müssen periodisch durchgeführt werden. Schwachstellen auf Betriebssystemebene, SQL Server, TLS-Konfiguration etc. müssen betrachtet und abgesichert werden.


“P” - Zusatzpaket Projektumsetzung

Dieses Paket wird vor allem dann notwendig, wenn wir längere Zeit auf dem Server des Kunden aktiv sein sollen. Erfolgt durch Saxess z.B. nicht nur eine Installation, sondern auch eine (meist mehrmonatige) Projektumsetzung, dann werden folgende Dinge benötigt:


P1 - Fernzugang

Zugang zum Applikationsserver als Benutzer „Domäne\saxess“

  • VPN oder permanenter Teamviewerzugang (Teamviewer wird von uns lizenziert und bereitgestellt)

Ohne permanenten Onlinezugang in der Projektphase fällt ggf. Mehraufwand an, da der Organisationsaufwand erheblich ansteigt und keine Arbeit / Systemprüfung außerhalb der Kernarbeitszeiten möglich ist.


P2 - Benutzer für Testzwecke

Um die Funktionalität des Systems für Standard-Domänenbenutzer zu testen, benötigen wir einen Testbenutzer „Domäne\saxessTest“.


P3 - Zusatzprogramme

Wir benötigen im Rahmen der Entwicklung mehrere Zusatzprogramme. Downloads und Installationen auf dem Applikationsserver müssen möglich sein:


P4 - Internetzugang
  • Wir benötigen auf dem Applikationsserver Internetzugang.

Zusatzinformationen

Prüfung des .NET Hosting Bundles

Ob und ich welcher Version das .NET Hosting Bundle schon vorhanden ist, kann mit dem cmd Befehlt dotnet --info geprüft werden

Erfolgsfall

Nicht vorhanden

Falls das .NET Hosting Bundle neu installiert wurde, ist ggf. ein Computerneustart erforderlich, bevor diese Abfrage funktioniert.

Aktivierung der Makro Ausführung im Excel

Nur in sehr wenigen Fällen notwendig - Durchführung nur nach Abstimmung im Bedarfsfall !!